Landesgartenschau Würzburg 201812. April - 7. Oktober

Gartenschau

Generationen
gärten

Generationengärten


Im »Alten Park« finden Sie ein viel-fältiges Angebot für Spiel, Freizeitsport und Erholung für Menschen jeden Alters. So können Ungeübte und Senioren zum Beispiel an aufeinander abgestimmten Fitnessgeräten mit sanftem Training Ihre Beweglichkeit und Koordination stärken. Wer vom Schauen und Entdecken ein wenig erschöpft ist, genießt im lichten Schatten alter Bäume einen Moment der Ruhe: die Sitz- und Aufenthaltsbereiche sind genau dafür gedacht. Die ökumenische Wegkapelle »Trinitatis« am Rande des Parks lädt zur Besinnung ein. Treffpunkt für Kinder ist der »Flying Circus«, in dem jeden Tag ein ab-wechslungsreiches Programm stattfindet. Das rot-weiß gestreifte Zirkuszelt ist schon von Weitem gut zu erkennen. Hier können Kinder bauen, basteln, malen und spielen bis die Manege wackelt oder sich zu lehrreichen Expeditionen über das Gelände aufmachen.


Alter Park

Im Juli 2006 wurde im »Victory Park« der Leighton Barracks zum letzten Mal die Fahne der 1. US Infantry Division eingeholt. Die Soldaten der »Big Red One« verlegten ihren Standort zurück in die Vereinigten Staaten. Auch die verschiedenen Statuen und Monumente wurden mitgenommen. Geblieben ist die kleine Grünanlage, die von den Amerikanern angelegt wurde. Mit ihrem Baumbestand bildet sie ein Kleinod auf dem großen weiten Gelände des ehemaligen Flugfeldes. Der neue »Alte Park« achtet den verwunschenen Charakter des Ortes. Er wird als Hortus conclusus von einer üppigen Spierenhecke beschützt, die im Frühsommer weiss leuchtet. Die bizarren alten Bäume konnten erhalten bleiben und wurden mit weissblühenden Bäumen wie Magnolien, Felsenbirnen und Zieräpfeln ergänzt. Runde Staudenbeete in den Farben Rot-Weiss-Blau der US-amerikanischen Flagge ergänzen die Relikte der Gedenksteine und Monumentpodeste aus Muschelkalk. Dort lädt ein Bewegungspfad ein zur moderaten Ertüchtigung der Glieder. Südlich des »Alten Parks« wurde eine Barbecue-Insel und eine Tribüne der US-amerikanischen Freizeit erhalten.

 

Trinitatis - Ort der Stille

Das Dreieck bestimmt das »gemeinsame Haus« der christlichen Kirchen.
Es ragt aus der Erde hinein in den Himmel. Der Raum wächst aus der dreieckigen Grundfläche nach oben ins Licht. Licht und Himmel erfüllen das Haus durch die Öffnung von oben. So verbinden sich Himmel und Erde. Trinitatis heißt dieser Ort der Stille. Der Name verweist auf den christlichen Glauben an die Dreifaltigkeit Gottes (trinitas: Dreiheit): Gott als Vater, Sohn und Heiliger Geist ist in sich und in seinem Wirken beziehungsreich. Gott ist die Liebe. Und diese Liebe zeigt sich in der Vielfalt seiner Schöpfung, in der Schönheit der Natur, in der Einzigartigkeit jedes einzelnen Menschen. »Dreifaltig« ist auch die Außenwand des Raumes: Der Besucher wird von Außen nach Innen geführt und gelangt dabei in die Tiefe. Hier soll Raum und Zeit sein für Besinnung und Stille, um das Licht und den Himmel wieder neu zu entdecken.

Aussteller: Diözese Würzburg, Ev.-Luth. Dekanat Würzburg, Brückner & Brückner Architekten GmbH

 

Lebendige Erinnerungen

Der Tod eines geliebten Menschen ist das vielleicht entscheidendste Ereignis im Leben, das oft lange nachwirkt und uns prägt. Vielen Menschen helfen die Gräber als feste Plätze, an denen Sie mit Trauer und Verlust umzugehen lernen, und sie pflegen, manchmal über Generationen, diese Orte der Erinnerung.

Der Friedhof ist immer noch der bei weitem beliebteste Bestattungsplatz der Menschen. Aber er wandelt sich: er ist vom Ort der Toten zu einem Ort für die Lebenden geworden, die auch ihre Bedürfnisse erfüllt haben wollen. Bei der Herausforderung, ein guter
Ort auch für die Lebenden zu sein, steht der Friedhof heute in Konkurrenz zu anderen Orten und Arten der Beisetzung.

Mit diesem Ausstellungsbeitrag zeigen Friedhofsgärtner, Steinmetze und Metall- und Holzgestalter, wie individuell und schön Gräber am Friedhof sein können. Diese einzigartigen Plätze verbinden uns mit den Verstorbenen und halten die Erinnerung an sie lebendig.

 

Flying Circus

Flying Circus? So mancher Besucher denkt da sicher gleich an die verrückte Welt der Komikertruppe Monty Python in den 70er Jahren. Als »Flying Circus« wurden im Ersten Weltkrieg auch tollkühne Flugmanöver bezeichnet. So entsteht ein thematischer Brückenschlag zu den Flugpionieren auf dem Hubland. Für Kinder und Jugendliche ist der »Fliegende Zirkus« einfach ein Aktionsbereich, in dem der Fantasie keine Grenzen gesetzt werden. Hier können sie sich ausprobieren, Fähigkeiten und Talente entdecken und ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Die Kinder sollen ihren Zirkus selbst gestalten. Im Vorfeld haben bereits einige Kinder- und Jugendeinrichtungen »Gartenkonfetti« gestaltet. Das sind linsenförmige Gartenschnipsel, die sich mit Zukunftsthemen auseinandersetzen. Wer wissen möchte, was es sonst noch für Kinder und Familien auf der Landesgartenschau in Würzburg gibt, schaut einfach hier.

 

KLIMA-FORSCHUNGS-STATIONPlfanze trifft Bauwerk

Die Folgen des Klimawandels sind in unseren Städten heute schon in Form von höheren Durchschnittstemperaturen und häufigeren Extremwetterereignissen  spürbar. An der »Klima-Forschungs-Station« wird deshalb demonstriert, wie Pflanzen das Stadtklima positiv beeinflussen und dieser Entwicklung entgegenwirken können. Umgeben von Klimabäumen und Klimagärten wird an den Fassaden von Klimahäusern geforscht, um die vielversprechende Kombination »Pflanze trifft Bauwerk« zu optimieren. An den gemeinsamen Versuchsständen untersuchen das ZAE Bayern und die LWG Veitshöchheim eine Kombination aus innovativen Fassadenmaterialien und vertikalen Begrünungssystemen.

Aussteller: Bayerisches Zentrum für Angewandte Energieforschung e.V. (ZAE Bayern), Institut für Stadtgrün und Landschaftsbau der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG Veitshöcheim) 

 

KLIMAWANDELWÄLDCHEN

Herausforderung Klimawandel - Wächst hier der klimastabile Wald von morgen?

Der Klimawandel stellt Bäume und Wälder vor besondere Herausforderungen, schließlich leben sie ortsgebunden 100 Jahre und länger. Messungen an der Waldklimastation im Guttenberger Wald im Landkreis Würzburg zeigen einen deutlichen Anstieg der Durchschnittstemperatur und den Rückgang des Niederschlags in den vergangenen Jahrzenten. Wer wie gut mit den sich ändernden Wuchsbedingungen umgehen kann, werden die heimischen und nicht-heimischen Baumarten im Klimawandelwäldchen zeigen.

Aussteller: Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Bayerische Forstverwaltung
Konzeption und Durchführung: Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Würzburg
Partner: Stadt Würzburg, Gartenamt